27 Jahre Ökumenische Sozialstation Sebnitz e.V.

Als im Herbst 1990 nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland die bisherige medizinische und pflegerische Versorgungsstruktur zusammenbrach und die kommunalen Gemeindeschwesternstationen geschlossen wurden, war die Herstellung einer funktionierenden Gesundheitsfürsorge für die Bevölkerung oberstes Gebot der Stunde. Dies zu erkennen, war das große Verdienst der damaligen Sebnitzer Pfarrer A. Pyka von der katholischen Pfarrgemeinde und M. Frauendorf von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde. Ihre Vision einer Ökumenischen Sozialstation wurde nach unzähligen Gesprächen und Beratungen auch mit Hilfe und Unterstützung der Partnergemeinden beider Kirchen am 21. Januar 1991 Realität. In einem festlichen ökumenischen Gottesdienst in der Katholischen Kirche in Sebnitz wurden im Beisein von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die Mitarbeiter der Ökumenischen Sozialstation gesegnet und zu ihrem Dienst entsandt. Satzungsgemäß sind beide Kirchgemeinden Mitglieder des Vereins und tragen als solche Mitverantwortung für die Arbeit der Ökumenischen Sozialstation. Der Vorstand wird durch beide Kirchgemeinden paritätisch besetzt. Als eigenständiger Verein kooperiert er mit dem Caritasverband des Bistums Dresden-Meißen und ist Mitglied im Diakonischen Werk der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsen e.V. Der Verein widmet sich dem Dienst an alten, kranken und behinderten Menschen durch häusliche Alten- und Krankenpflege im Sinne christlicher Nächstenliebe. Aufgrund permanenter Raumnot und teils hoher Mietkosten wurde 1998 beschlossen, ein eigenes Grundstück mit Immobilie für den Eigenbedarf zu erwerben und für die Erfordernisse der Sozialstation aus- und umzubauen. Der Kaufvertrag für das Grundstück Burggäßchen 5 in Sebnitz wurde im November 1998 unterzeichnet und die Baumaßnahmen 2001/2002 abgeschlossen. Im Beisein der Evangelischen und Katholischen Kirchgemeinden und des Sebnitzer Oberbürgermeisters, Herrn M. Ruckh wurde das Haus im Dezember 2002 seiner Zweckbestimmung übergeben. Ein nochmaliger räumlicher Umbau erfolgte im Jahre 2010, da sich wichtige Betreuungsfelder im Laufe der Jahre änderten bzw. wegfielen und dadurch die gesamte Raumkonzeption optimiert werden musste.

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